Krafttraining und seine psychologischen Aspekte
Psychologische Untersuchungen legen nahe, dass regelmäßige sportliche Aktivität zu allgemeinem besseren Wohlbefinden führt.
Das in den Industriestaaten sehr oft vorkommende Gefühl permanenter Erschöpfung
(auch :“Müdkrankheit“, „chronic fatigue symptom“), ist allen bekannt und ist wahrscheinlich eine Folge des in den letzten Jahren stetig angestiegenen psychosozialen Stresses, d.h. eine ständige Überforderung durch Arbeit und Arbeitswelt, Familie, Freunde und Freizeit, durch einen überzogenen Erwartungs- und Leistungsdruck in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens.
Man sieht sich gezwungen die Summe der Belastungen zu reduzieren, es ist jedoch fraglich,
ob ausgerechnet die sportlichen Aktivitäten eingeschränkt werden sollten.
Die Lebensenergie ist nicht ein Gefäß, gefüllt für einen Tag, an Leistungsmotivation für geistige oder nervliche Beanspruchung oder aber auf körperliche Arbeit oder Aktivität.
Motivation wird nicht einfach entleert, sie kann vielmehr mit wachsender Beanspruchung zunehmen.
Spätestens seit den Erkenntnissen des NLP * ist auch die Gültigkeit des Umkehrschlusses bekannt, nämlich das auch die Physis die Psyche beeinflusst.
Unsere Muskeln richten uns auf, tragen uns durchs Leben und machen unseren Körper leistungsfähig. Eine starke Rücken- und Bauchmuskulatur stützt unser Skelett mitsamt der Wirbelsäule und somit hat u.a. eine aufrechte, kraftvolle Haltung dauerhaft einen günstigen Einfluss auf die Psyche.
Durch ein Krafttraining wird die Körperhaltung ursächlich und nachhaltig günstig beeinflusst. Nicht nur ein langes Leben, sondern insbesondere eine Steigerung der Lebensqualität im Sinne von Beschwerdefreiheit und Leistungssteigerung sind erstrebenswerte Ziele.
Die von den meisten Teilnehmern eines Krafttrainings geschilderte Körpererfahrung manifestiert sich in einem verbesserten Körpergefühl. Die Selbsterfahrung im Training und insbesondere die schließlich gesteigerte Körperkraft führen zu einem erhöhten Selbstwertgefühl und fördern das Selbstbewusstsein.
Die schlechte Nachricht :
Kraft ist nicht selbstverständlich vorhanden.
Sie muss erarbeitet werden - jeden Tag aufs Neue.
Die gute Nachricht :
Kraft ist trainierbar – für jeden mobilen Menschen, in jedem Alter, mit jeder Konstitution.
Körperkraft wächst am Widerstand. Ist der Widerstand ausreichend, sprechen wir von einem Krafttraining. Je nach Zielsetzung und Konstitution - vom Rehabilitanden bis zum Hochleistungssportler, für Jung und Alt, zur Korrektur diverser körperlicher Beschwerden, über eine „allgemeine“ Fitness-Zielsetzung bis zum spezialisierten Sportler, differenziert sich das Training, so dass man von differenziertem Krafttraining sprechen sollte.
Krafttraining ist nicht nur klassisches Gewichtheben in „Mucki-Buden“ mit maximalen Gewichten bis zur Erschöpfung des Muskels, sondern auch sanftes Krafttraining an ergonomischen Kraftgeräten, Gymnastik mit Körpereigengewicht oder mit u.a. Tubes, Thera-Bändern als Hilfsmittel, Pilates, Bauch-Beine-Po Kurse etc.
* NLP Neurolinguistische Programmierung